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SUBATZUS & BRINGMANN GbR
Büro für Baumbegutachtung und Landschaftsarchitektur

Visuelle Baumkontrolle

Bei der Beurteilung der Bäume kommen die visuelle Beurteilung nach VTA (Visuell Tree Assessment), eine qualifizierte Sichtkontrolle nach MATTHECK, und die IBA (Integrierte Baumanalyse) nach WESSOLLY zur Anwendung.

Unter visueller Baumkontrolle versteht man eine zerstörungsfreie Untersuchungsmethode zur Beurteilung von Baumschäden und der Vitalität von Bäumen. Die Methode beruht auf der Tatsache, dass der Baum auf Verletzungen, Krankheiten u.a. Kalamitäten individuell reagiert und dass diese Schädigungen für eine lange Zeit, z.B. an der Rinde, für Fachleute noch erkennbar sind.

Bei der visuellen Baumkontrolle wird folgendes beurteilt:

in der Baumkrone der Anteil der Belaubung (vor allem an der Peripherie), Blattgröße, Nekrosen, Blattverfärbungen, Spitzendürre, Längenzuwachs der Triebe, Schäden an Ästen, Aststummel usw.,

am Stamm Rinden- und Holzschäden, nässende Stellen, Faulherde, Überwallungen, Einwüchse (z.B. Nägel), Pilzfruchtkörper,

im Wurzelbereich Schädigungen und Faulstellen am Wurzelanlauf sowie weitere beeinträchtigende Faktoren, wie Abgrabungen, Aufschüttungen, Bodenverdichtungen, Bodenversiegelungen usw.

Einschätzung der statischen Grundsicherheit des Baumes durch Vergleich der Stärke der Last, die auf die Krone wirken kann, mit der Stärke der lastabtragenden Teile, dem Stamm und dem Wurzelanlauf.

Stammfäule

Fehlerhafter Schnitt

Wurzelraumeinengung

Kümmerwuchs

Resistograph

Die Messung mit dem Resistographen ist ein Messverfahren zur Ermittlung des Bohrwiderstandes. Anhand der aufgezeichneten Messkurven können Druckholz, Jahresringe, Fäulnis in verschiedenen Stadien, Risse und andere Defekte oder Veränderungen im Holz erkannt werden.

Bei dem Verfahren wird eine dünne Bohrnadel (1,5/3,0 mm Durchmesser) mit einem konstanten Vorschub in den Holzkörper eingetrieben, wobei der auftretende Widerstand gemessen und aufgezeichnet wird. Durch diese Messmethode bleibt das zu untersuchende Holz nahezu unverletzt. Die anfallenden Bohrspäne verbleiben im Bohrloch und verschließen dadurch den Bohrkanal.

Beim verwendeten Resistographen M-300 wird die Messkurve im Maßstab 1:1 mittels eines Metallstiftes auf speziellem Wachspapier aufgezeichnet.

Messkurve eines Resistographen

Ausschnitt aus der Messkurve eines Resistographen

Schall-Tomograph

Die Arbeit mit dem Schall-Tomographen ist eine verletzungsfreie Untersuchungsmethode.

Der eingesetzte PICUS-Schall-Tomograph nutzt die Tatsache, dass die Geschwindigkeit von Körperschall im Holz vom Elastizitätsmodul und der Rohdichte der durchschallten Bäume abhängig ist. Die meisten Schäden, welche die Bruchsicherheit von Bäumen beeinträchtigen, insbesondere Höhlungen und Weißfäulen, aber auch Braunfäulen und fortgeschrittene Moderfäulen sind daher mit verminderten Schallgeschwindigkeiten verbunden.

Der Schall-Tomograph besteht aus einer Reihe von Sensoren, die rings um den Baum an einem Gurt befestigt werden. Durch ein leichtes Klopfen an den Messstiften wird der Schall von den Sensoren aufgezeichnet. Ein spezielles Computerprogramm setzt die gewonnenen Daten in eine gut lesbare und eindeutige Bilddarstellung um.

Messaufbau mit dem Schall-Tomographen

Bilddarstellung einer Messung mit dem Schall-Tomographen

Baumbegutachtung -
Untersuchungsmethoden