Subatzus & Bringmann GbR

Büro für Baumbegutachtung und Landschaftsarchitektur

Landschaftsplanung - Referenzen

Projekt:

Auftraggeber:

Bearbeitungszeitraum:

Gewässerherstellung Tagebaufeld Meuro

LMBV mbH

2013

  • Kleinstrukturen_Ilse_Weiher_Gewaesserherstellung_Meuro
  • Plankarte_SPA_Gebiet_Gewaesserherstellung_Meuro
  • Plankarte_Ergaenzungskartierung_Gewaesserherstellung_Meuro
  • Senken_1_Ilse_Weiher_Gewaesserherstellung_Meuro
  • Senken_2_Ilse_Weiher_Gewaesserherstellung_Meuro
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Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau- Verwaltungsgesellschaft (LMBV) mbH beabsichtigte einen Antrag auf Planfeststellung gemäß § 68 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) für die Herstellung der Gewässer Großräschener See mit Ilse Weiher und Meuroer See beim Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) Brandenburg verfahrensführende Behörde) zu stellen.

Das Vorhaben liegt partiell (ca. 135 Hektar) innerhalb einer der 4 Teilflächen des SPA-Gebietes „Lausitzer Bergbaufolgelandschaft“ (EU-Meldenummer DE 4450-421). Dessen Schutzwürdigkeit zeichnet sich besonders in seiner Bedeutung als Lebensraum für Brut- und Zugvögel aus und wird zunehmend als Rastgebiet für Wasservögel wichtig. Somit ist eine Voruntersuchung der Verträglichkeit des Vorhabens mit den Schutz- und Erhaltungszielen des Gebietes notwendig. Darin ist zu beurteilen, ob erhebliche Beeinträchtigungen für das Schutzgebiet auftreten könnten und damit eine SPA-Verträglichkeitsuntersuchung nötig wäre.

 

Der Großräschener See soll sowohl der intensiven (Bade- und Wassersport) als auch der stillen Erholung (Wandern, Naturbeobachtung) Raum geben. Andere Bereiche sind für den Naturschutz und die Gewässerregeneration vorgesehen, z.B. der Bereich der zukünftigen Ilse Weiher, welche bereits als SPA-Schutzgebiet (SPA 4450-421 „Lausitzer Bergbaufolgelandschaft“) ausgewiesen sind.

 

Mit Beginn der Stilllegung der Wasserhaltungsmaßnahmen im Tagebaufeld Meuro gibt es für die Flutung des Großräschener Sees grundsätzlich drei mögliche Alternativen. Die Vorzugsvariante umfasst Flutungs- und Vorflutmaßnahmen, wodurch negative Auswirkungen der neuen Seen auf die umliegenden Flächennutzungen vermieden und gleichzeitig ökologisch stabile Wasserverhältnisse gewährleistet werden können.

Diese Veränderung hat nicht nur Einfluss auf die vorhandenen Brutgebiete der Vogelarten (größtenteils Bodenbrüter), sondern kann in Zukunft auch neue potenzielle Brutplätze bieten. Die offenen und leicht gegliederten Flächen der zukünftigen Ilse Weiher werden verloren gehen. An ihrer Stelle werden sich Wasserflächen ausbilden, die keiner Nutzung unterliegen und die vor allem Wasservögeln als Brut- und Rastplatz dienen können.

Es kann davon ausgegangen werden, dass innerhalb des stark heterogenen SPA-Gebietes, genügend Ausweichflächen für die betroffenen Arten zur Verfügung stehen, sodass sich nach überschlägiger Einschätzung der aktuelle Erhaltungszustand der betroffenen Arten nicht verschlechtern wird.

Die SPA-Voruntersuchung kam zu dem Ergebnis, dass das Vorhaben keine erheblichen Beeinträchtigungen des Schutzgebietes in seinen für die Erhaltungsziele oder den Schutzzweck maßgeblichen Bestandteilen hervorruft und damit keine SPA-Verträglichkeitsuntersuchung erforderlich ist.