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Gartendenkmalpflege - Referenzen
SUBATZUS & BRINGMANN GbR
Büro für Baumbegutachtung und Landschaftsarchitektur

Projekt:

Auftraggeber:

Bearbeitungszeitraum:

Wiederherstellung Schlosspark Lauchhammer-West

Stadt Lauchhammer

ab 2007

Durch den Sturm "Kyrill" wurden im Januar 2007 große Teile des Schlossparks in Lauchhammer-West zerstört. Zahlreiche Spenden der Lauchhammeraner Bevölkerung und Anstrengungen der Stadtverwaltung ermöglichten es bereits im Herbst 2007, mit den Bauarbeiten zur Wiederherstellung der Parkstrukturen zu beginnen.

Ziel war die Wiederherstellung des Schlossparks als Erholungs- und Freizeitort für die im Raum Lauchhammer lebenden Menschen sowie als Gartendenkmal von überregionaler Bedeutung. Um dieses Vorhaben umzusetzen, war die Erarbeitung einer mit dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege abgestimmten Konzeption notwendig.

Leitbild für den Schlosspark in Lauchhammer-West ist ein Landschaftspark, in dem alle Phasen der Entwicklungsgeschichte der Anlage ablesbar sind, das heißt, dass Elemente aus der Entstehungszeit des Parks (aus der Barockzeit) ebenso vorhanden sind wie die zu DDR-Zeiten eingefügten Kulturparkeinrichtungen, wie Freilichtbühne und Parkeisenbahn.

 

In einem ersten Bauabschnitt wurde der nordwestliche Bereich des Schlossparks erneuert. Dabei wurde die im Sturm stark beschädigte Kastanienallee am Zugang vom Dorfanger neu gepflanzt. Der Schlossstandort wurde durch Eibenhecken nachgezeichnet, um die Lage und Dimension des 1945 zerstörten Schlosses deutlich zu machen. Am Rand des Parkbereiches entstand ein neuer Veranstaltungsbereich mit einem Standort für eine transportable Bühne, um auch kulturellen Veranstaltungen Platz zu schaffen. In der Tradition des letzten Jahrhunderts als Park für alle Generationen wurde daneben ein neuer Spielplatz geschaffen. Das weiträumige Spielobjekt aus Holz erinnert in seiner Kubatur an ein Schloss und lädt die Kleinen auf mehreren Spielebenen zum Entdecken, Toben und Bewegen ein. Neben den Wegeflächen wurde auch die Beleuchtung in diesem Parkabschnitt erneuert.

Im zweiten Bauabschnitt, der derzeit realisiert wird, wird der gesamte Bereich zwischen der nordöstlichen Grundstücksgrenze und dem mittleren Hauptweg neugestaltet.

Im Eingangsbereich vom Alten Markt wird eine flächige Strauchpflanzung den Grundriss des ehemaligen Schlossanbaus nachzeichnen. Gleichzeitig findet die umzusetzende Statue der „Großen Herculanerin“ in diesem Bereich einen neuen Standort.

Der Graben, der den Park im Nordosten einst nach außen begrenzte, soll als nicht wasserführender Graben wieder freigelegt werden. Ein Teil des früheren Teichverlaufs in der Mitte des Parks wird als Senke, ebenfalls nicht wasserführend, wieder modelliert.

Wassergebundene Wege, Strauchpflanzungen sowie ein neuer Zaun werden in diesem Bauabschnitt auch realisiert.

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